How To Lokal Hero?

Am Anfang steht lokale Eigeninitiative: Weit ab der Hype-Entwicklungen um Stadtbildveränderungen, steht meist zu Beginn für eine kleine Gruppe die simple Frage nach einem geeigneten Lebensgefühl im Vordergrund. Bevor Proteste und urbane Aktionen überhaupt für Medien und Prominenz interessant werden, bedarf es aktiver Eigeninitiative. Im Grazer Viertel Lend entstand in den vergangenen Jahren ein kreatives Klima, in dem kleine Läden und lokale Netzwerke für jeden sichtbar Veränderungen im Stadtraum herbeiführten.

Das Symposium Lokal Heroes 2011 will den zeitlichen Stufen der im Zuge lokaler Projekte oder auch sozio-urban motivierter Aktionen entstandenen Veränderungen nachspüren. Es sucht nach der Geschichte dieser lokalen Aktivitäten. Zur Diskussion werden Motivation und individuelles Handeln der Akteure gestellt. Ungewiss scheint, ob die Gestaltung des eigenen Umfeldes ein neues Phänomen individueller und lokaler Verwurzelung ist, oder ein ganz selbstverständlicher Aspekt städtischen Lebens.

Welches Ausmaß kann so eine urbane Initiative annehmen?
Gefragt wird nach städtischen Impulsen und deren Weiterentwicklung oder Überentwicklung. Warum sehen sich diese individuell angestoßenen Projekte immer mehr einer Institutionalisierung und Kommerzialisierung ausgesetzt? HOW TO LOKAL HERO setzt unterschiedliche Entwicklungsstadien kreativer, offen urbaner Prozesse nebeneinander. Im Fokus steht die zeitliche Abfolge von individuellen Aktionen einer Szene, insbesondere einer kreativen Szene, die sich auf dem Weg von umfeld-relevanten Impulsen zu stadt-verändernden Verfahren befinden. Explizit soll die Frage nach der Zukunft gestellt werden: Wann wächst eine Entwicklung über Ihre Initiatoren hinaus und was tun diese dann? Gibt es Phasen der Reflektion und der Neuausrichtung in der Entwicklung der durch engagierte Kreative angestoßenen Umwälzungs- oder Gestaltungsideen? Und welche Wendung nimmt eine solche aus individuellen Interessen entstandene Aktivität, wenn Prominente, Medien und Politik mit einsteigen? Neben dem agilen Grazer Stadtteil Lend, werden auf dem Symposium Beispiele aus Europa herangezogen und von Vertretern dieser vorgestellt und diskutiert.

REFERENTEN/INNEN
Ula Schneider, Initiatorin von SOHO/ Wien
Philippe Schmidt, Urbanist/ Weimar
Christoph Twickel, Journalist/ Hamburg
Erol Yildiz, Soziologe/ Klagenfurt + Köln
Christoph Laimer, Stadtforscher, derive/ Wien

Was:
Symposium, How to lokal hero?

Wann:
6. Mai 2011, ab 15.30 Uhr

Wo:
Medienturm
Josefigasse 1, 8020 Graz

15.30h talk
Zur Frage der Entwicklung sozio-urban motivierter Aktionen
Mit: Erol Yildiz (Soziologe Alpe-Adria Universität Klagenfurt), Christoph Twickel (Initiative Recht auf Stadt Hamburg), Ula Schneider (Initiatorin SOHO Wien), Philippe Schmidt (Stadtsoziologe der Europäischen Urbanistik Weimar), Christoph Laimer (dérive Wien)

18.30h podium
Lokal-Global-Medial in Graz?
Ein Gespräch über Motivationen und Veränderungen im lokalen Kontext
Unter anderem mit Mario Rampitsch (lendwirbel), Andreas Foerster und Rainer Rosegger (SCAN), Christoph Twickel (Initiative Recht auf Stadt Hamburg), Ula Schneider (Initiatorin SOHO Wien), Nana Pötsch (lendwirbel)



Konzeptiont, Kontakt:
Harald Saiko I Gottfried Prasenc I Claudia Gerhäusser
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